Weingut

Unser Weingut hat seinen Sitz in Weisenheim
am Sand in der Vorderpfalz, zwischen der
Haardt im Westen und dem Rhein im Osten,
bei der Deutschen Weinstrasse.

Der Ort ist eingebettet in ein Rebenmeer und
weite Obsthaine. Nachweislich seit dem 8.
Jahrhundert wird Wein, besonders Riesling,
angebaut. Auch Klöster hatten hier Besitz so
z.B. das Kloster Wörschweiler und das St.
Paul-Stift in Worms.

Besondere Höhepunkte sind das
"Weinfest unter den Linden" Mitte
Juni und der traditionelle
Faschingsumzug "Rieslingwurm",
der jährlich Tausende von Narren
und Närrinnen nach Weisenheim
am Sand lockt. Weitaus ruhiger
geht es in dem Naherholungs-
gebiet Ludwigshain zu, ausge-
dehnte Spazierwege laden zum
Wandern auf dem 50 Hektar
großen Gelände ein.
 

Barrique

Einen Teil unserer Weine bauen wir als Barrique aus.

Das Französische Wort "Barrique" heißt übersetzt "Stückfass". Barriquefässer
wurden ursprünglich in Bordeaux verwendet, heute bezeichnet Barrique allgemein
den Ausbau des Weins in kleinen Eichenholzfässern mit 225 Litern Inhalt. Ein
weiteres Merkmal der Barriques ist das Toasting. Die Fässer werden über offenem
Holzfeuer verschieden lang getoastet. Hierdurch bekommt der Wein seine leicht
rauchigen Noten. Die Intensität des Toastings kann man durch entsprechende
Vorbestellung selbst wählen. Dadurch wird die spätere Geschmacksnote mehr
oder weniger beeinflusst.

Barriquehölzer werden nicht
gesägt, sondern nur gespalten.
Bevor aus dem Eichenholz ein
Fass entsteht, folgt eine zwei bis
dreijährige Lagerung des Holzes
im Freien. Meterologische Beding-
ungen wie Sonne, Regen, Schnee, 
Wärme und Kälte sind für den
Reifeprozess des Eichenholzes
mitverantwortlich.

Prinzipiell eignen sich alle Rebsorten für den Barriqueausbau, wenn sie dementsprechend
behandelt worden sind. Jedoch sollte man die am besten geeigneten Sorten bevorzugen.

  weißer Burgunder 

generell gut geeignet

  Chardonnay

sehr gut geeignet

  Gewürztraminer       

interessant

  Müller-Thurgau       

interessant

  Riesling             

nur in sehr guten Jahren

  Spätburgunder 

sehr gut

  Portugieser  

gut

  Dornfelder          

recht gut

Diese Art des Ausbaus beeinflußt den Stil und Charakter des Weines. Die Lagerung 
im Barrique reichert den Wein mit zusätzlichen Tanninen an und verändert den Reifungsprozeß und gibt so den Weinen zusätzlich Struktur und Körper.
Aber das Barrique macht aus einem durchschnittlichen Wein keinen grossen Wein!

zurück

Sektherstellung

Einen weiteren Teil unserer Weine verarbeiten wir zu Sekt. Bei der Sektherstellung
unterscheidet man zwischen Flaschengärung (Transvasierverfahren) und traditioneller 
Flaschengärung.

Beim Transvasierverfahren wird nach Abschluß der zweiten Gärung die Flaschen in
einen Tank entleert. Dort wird der Sekt gefiltert, mit der Dosage versehen und wieder
in die Flaschen gefüllt.

Wir wenden die traditionelle Flaschengärung an. Damit der Sekt nach der zweiten Gärung
nicht trübe wird, muß das Hefedepot entfernt werden. Dazu werden die Flaschen in ein
Rüttelgestell gesteckt und innerhalb von ca. 3 Wochen werden die Flaschen nach einem
bestimmten Schema täglich um einige Grad gedreht (gerüttelt, geschwenkt) und aus der

zuerst waagrechten in eine vertikale Position gebracht.
Dabei gleitet das Hefedepot mehr und mehr in den
Flaschenhals in Richtung Kronenkorken. Dieses
Verfahren ist äußerst arbeitsintensiv.

Beim Degorgieren wird das Hefedepot auf dem Kronen-
korken aus dem Flaschenhals entfernt. Kopfüber werden
die Flaschen in ein Kältebad getaucht, das Hefedepot im
Flaschenhals gefriert. Danach wird der Kronenkorken entfernt.
Durch den starken Überdruck in der Flasche schießt der
Eispfropfen aus dem Flaschenhals. Durch die niedrige
Temperatur wird die Kohlensäure gebunden und ein starkes
Herausschäumen des Füllgutes verhindert. Dennoch muß
ein gewisser Anteil - auch um den Anteil des Eispfropfens
zu ersetzen - mit der sog. "Dosage" oder "Versanddosage"
aufgefüllt werden. Die Versanddosage bestimmt mit Ihrer
Konzentration von Wein und natürlichem Fruchtzucker die Süße.

Die Sektflaschen werden nun mit einem Naturkork verschlossen und mit der "Agraffe" 
(Drahtkorb) versehen, um dem Flascheninnendruck von mehr als 5 Atmosphären zu 
trotzen. Danach wird alles mit einer Manschette umschlossen. Die Etikettierung schließt
die Sektherstellung ab.
 

Wie öffnet man eine Sektflasche fachgerecht?
Die ideale Serviertemperatur für Sekt und Champagner beträgt 5° bis 9° C, je trockener,
desto kälter. Zum öffnen der Agraffe diese entweder aufdrehen oder abbrechen, dabei
den Korken unbedingt mit der anderen Hand und einer Handserviette festhalten und
sichern. Lösen des Korkens durch drehen mit Hilfe der Handserviette.
Flasche keinesfalls gegen Personen richten!

Zum Einschenken das Glas anheben - leicht schräg halten - und vorsichtig eingießen,
da Sekt beim Einschenken in zimmerwarme Gläser oft stark aufschäumt.

Tipp: Sekt oder Champagner niemals zum Kühlen in den Gefrierschrank legen/stellen,
er verliert dabei sein gesamtes Aroma und Bukett.
 

zurück